Donnerstag, 6. Juli 2017

ups and dooooooowns

Nach Ostern ging es mir erst einmal wieder besser, zeitweise sogar richtig gut. Allerdings hab ich das Gefühl, dass ich diese guten Zeiten nach kurzem doppelt und dreifach schlimm gerächt bekomme.
Ich hatte sogar teilweise Wochenlange Phasen, in denen ich keine einzige krankheitsbedingte Fehlstunde gesammelt habe:)
Jetzt hat mich einer der schlimmsten Tiefschläge seit langem eingeholt.
Ich schaffe keinen einzigen ganzen Schultag, schlafe unheimlich viel und kann mich vor Schmerzen kaum halten. Im Liegen geht es mir viel besser, aber wie soll ich denn ein vernünftiges Leben im Liegen führen?
In dieser Situation kann man jedoch wunderbar erkennen, wie der Körper zusammenhängt.
Angefangen mit erhöhter "Knackigkeit" in der HWS breiten sich die Schmerzen in der gesamten oberen Extremität und in den Kopf aus. Dann folgt ständige körperliche Erschöpfung, darauf folgt bemerkbarer kognitiver Abfall und zuguterletzt kotze ich alles wieder aus, was ich zu mir nehme.
Doof ist das. Vor allem mein wirklich sehr verständnisloser Ausbildungsleiter, auf dessen Abschussliste ich inzwischen ganz oben stehe, macht mir das Leben nicht leichter.
Nun hatte ich mich zu Beginn der Ausbildung wirklich überwinden müssen, ihm von meinem Gedöns zu erzählen und war verständnisvoll angehört worden. Jetzt bekomme ich mit etwas Glück eine kurze Antwort vor die Füße gerotzt, und sei es bloß eine inhaltliche Frage im Unterricht.
Leider besitze ich Züge, die mir in solchen Situationen eine gewisse Patzigkeit verleihen, wenn ich auch trotz allem niemals den Respekt vor meinem Gegenüber verliere...der Gute scheint einfach keine "Blondchen", die sich nicht unterwürfig alles um die Ohren knallen lassen, zu ertragen.
Als ich ihm heute ganz zittrig gegenüberstand und mittelte, dass ich nach Hause fahre, schaute er mir nicht einmal ins Gesicht und brachte gerade so ein "machen Sie doch, was Sie wollen" raus, währen es sich umdrehte.
Wie auch immer.
Nachmittags geht es mir meist relativ gut, in helle Momenten erkenne ich mich sogar in mir selbst wieder. Ich fehle mir ziemlich. Nicht, weil ich mich toll finde, sondern weil ich eigentlich energiegeladen und motiviert und gute gelaunt bin und nicht dieses Häufchen Elend, in dessen Kopf der Vorhang zum eigenen Ich einfach zugezogen ist.
Umso dankbarer bin ich, D an meiner Seite zu haben. Er ist wirklich gut zu mir, nimmt sich sogar frei, wenn ich mich kaum auf mich selbst verlassen kann.
In anderthalb Wochen habe ich Sommerferien, 5 Wochen lang. Das können ich und mein Körper wahrscheinlich wirklich gut brauchen!

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